Am 10. September trafen sich Vertreter des Ökologischen Jagdvereins Schleswig-Holstein (ÖJV SH) mit der Landtagsabgeordneten Silke Backsen (Bündnis 90/Die Grünen) zu einem gemeinsamen Waldgang im Klosterforst Preetz. An dem Austausch nahmen neben Frau Backsen auch Martin Friedrich (Förster des Adeligen Klosters Preetz) sowie Björn Berling, 1. Vorsitzender des Ökologischen Jagdverein Schleswig-Holstein teil.
Im Mittelpunkt des Treffens standen die Herausforderungen, vor denen Wald und Jagd angesichts des Klimawandels stehen. Die Gesprächspartner diskutierten insbesondere die Bedeutung einer angepassten Jagd für den erforderlichen Waldumbau hin zu klimaresilienten Mischwäldern. Dabei wurde deutlich, dass eine enge Verzahnung von Forstwirtschaft, Jagd und Naturschutz entscheidend ist, um die Wälder langfristig zukunftsfähig aufzustellen.
Seitens des ÖJV wurden insbesondere zwei Anliegen hervorgehoben: die Anpassung und bessere Synchronisierung der Jagd- und Schonzeiten sowie die konsequente Umsetzung des Altersklassenabschusses. Aus Sicht des Verbandes sind dies wichtige Voraussetzungen, um Waldverjüngung und Wildmanagement stärker auf die aktuellen ökologischen Anforderungen auszurichten.
Die Gespräche fanden in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre statt. Der fachliche Austausch bot Gelegenheit, die Positionen des ÖJV zu erläutern und die Zusammenhänge zwischen Jagd, Waldumbau und den Folgen des Klimawandels praxisnah zu veranschaulichen.
Der ÖJV Schleswig-Holstein begrüßt den Dialog mit Politik und gesellschaftlichen Akteuren und sieht in solchen Gesprächen eine wichtige Grundlage, um gemeinsam tragfähige Lösungen für die Zukunft von Wald und Wild zu entwickeln. Beide Seiten signalisierten Interesse, den Austausch auch künftig fortzusetzen.